Lieferando-Alternative: Welche Optionen Restaurants wirklich haben
Viele Gastronomen suchen nach einer Alternative zu Lieferando & Co. – wegen der Provisionen, der Abhängigkeit oder der fehlenden Kundendaten. Hier bekommst du den sachlichen Überblick: welche Wege es gibt, was sie können und wo ihre Grenzen liegen.
Warum überhaupt eine Alternative suchen?
Lieferplattformen wie Lieferando, Wolt oder Uber Eats bringen Reichweite – das ist ihr großer Vorteil. Drei Punkte führen trotzdem dazu, dass viele Betriebe nach Alternativen suchen:
Provision pro Bestellung
Viele Plattformmodelle sehen eine prozentuale Gebühr pro Bestellung vor; die Höhe hängt von Anbieter und Vertragsmodell ab. Weil sie vom Umsatz abgeht – nicht vom Gewinn – kann ein scheinbar kleiner Prozentsatz einen großen Teil des Gewinns kosten. Zur Beispielrechnung
Kundendaten nur eingeschränkt nutzbar
Je nach Plattform und Vertrag erhältst du Kundendaten zur Bestellabwicklung – für eigene Werbung oder Stammkunden-Aktionen darfst du sie aber meist nicht frei nutzen. Das kann den Aufbau einer eigenen, direkt nutzbaren Kundenbeziehung erschweren.
Google führt Gäste oft zur Plattform
Über Bestell-Buttons und Drittanbieter-Links landen selbst Gäste, die dich direkt suchen, häufig bei einer Plattform. Wie du das änderst, liest du hier.
Die drei realistischen Optionen im Vergleich
Ehrlich betrachtet gibt es für Restaurants drei Wege – jeder mit Vor- und Nachteilen.
Option 1: Zu einer anderen Lieferplattform wechseln
Der naheliegendste Gedanke – aber meist der kleinste Schritt. Ein Plattformwechsel tauscht den Anbieter, nicht das Modell: Es bleibt bei prozentualer Provision, fremdem Bestellprozess und Kundendaten, die nicht bei dir liegen. Sinnvoll sein kann ein Wechsel oder eine zweite Plattform trotzdem – etwa wenn ein Anbieter in deiner Stadt deutlich mehr Reichweite hat oder bessere Konditionen bietet. Vergleiche die aktuellen Konditionen direkt bei den Anbietern; sie ändern sich regelmäßig.
Option 2: Eigene Bestellwebsite unter deiner Domain
Der größte Hebel für Marge und Unabhängigkeit: Gäste bestellen direkt bei dir, ohne prozentuale Vermittlungsprovision pro Bestellung. Der Bestellweg, die Preise und die Kundenbeziehung gehören dir.
Genauso ehrlich: Eine eigene Bestellwebsite ist kein Selbstläufer. Du musst sie bekannt machen – über dein Google-Profil, QR-Codes im Laden, Hinweise auf Tüten und Rechnungen. Reichweite, die eine Plattform mitbringt, musst du dir hier selbst aufbauen. Dafür bleibt der Umsatz, den du aufbaust, dauerhaft deiner.
Option 3: Hybrid – Plattform als Schaufenster, Stammkunden direkt
Für viele Betriebe der praktikabelste Weg: Du bleibst auf der Plattform, um Neukunden und Laufkundschaft zu erreichen – und lenkst Stammkunden gezielt auf deinen eigenen Bestellkanal, mit Flyern, Tischaufstellern, QR-Codes und klaren Hinweisen. So nutzt du die Reichweite der Plattform zur Kundengewinnung und baust dir gleichzeitig deinen eigenen Verkaufskanal auf. Die konkreten Hebel dafür zeigen wir hier.
Entscheidungshilfe: Was passt zu deinem Betrieb?
Eigener Bestellkanal lohnt sich besonders, wenn …
- du bereits regelmäßig Online-Bestellungen über Plattformen bekommst,
- du viele Stammkunden hast, die immer wieder bestellen,
- du Abholung oder eigene Lieferung anbietest,
- du deine Gäste direkt erreichen willst (Aktionen, Rückgewinnung).
Die Plattform behalten kann sinnvoll sein, wenn …
- du gerade erst startest und Sichtbarkeit brauchst (hier unsere Checkliste zur Eröffnung),
- Laufkundschaft und Neukunden dein Hauptthema sind,
- dein Online-Volumen (noch) klein ist,
- du die Plattform bewusst als Marketing-Kanal einpreist.
Unterm Strich
Die Frage ist selten „Plattform oder eigene Website?“, sondern: Wie viel deines Umsatzes soll dauerhaft über einen Kanal laufen, der dir gehört? Je größer dein Stammkunden-Anteil, desto stärker spricht die Rechnung für den eigenen Bestellweg.
Wie wir dir dabei helfen
Wir bauen dir eine eigene, schlüsselfertige Bestellwebsite unter deiner Domain – schnell, suchmaschinenfreundlich und komplett betreut: Technik, Hosting, Sicherheit und Datenschutz. Dazu helfen wir dir, Gäste gezielt auf deinen eigenen Bestellweg zu lenken – mit QR-Codes, Flyern, Tischaufstellern und einem sauberen Google-Auftritt.
Kurze, ehrliche Einschätzung gewünscht?
Schreib uns, wie viele Online-Bestellungen du ungefähr hast (pro Woche oder Monat).
Wir sagen dir transparent, ob und wann sich ein eigener Bestellkanal für dich rechnet.
Häufige Fragen zur Lieferando-Alternative
Ist eine eigene Bestellwebsite wirklich ohne Provision?
Über deine eigene Bestellwebsite zahlst du keine prozentuale Vermittlungsprovision pro Bestellung an eine Plattform. Welche Gebühren für die Zahlungsabwicklung anfallen, hängt vom gewählten Zahlungsanbieter ab.
Muss ich Lieferando kündigen, wenn ich eine eigene Bestellwebsite habe?
Nein. Viele Betriebe fahren zweigleisig: Plattform als Schaufenster, Stammkunden auf dem eigenen Kanal. Ob und wie du einen Plattform-Vertrag beendest, regelt dein Vertrag mit dem jeweiligen Anbieter.
Ab wann lohnt sich eine eigene Bestellwebsite?
Das hängt vor allem von deinem Online-Bestellvolumen ab: Je mehr Bestellungen über Plattformen laufen, desto größer der Hebel. Hier die Beispielrechnung.
Darf ich Gäste auf meinen eigenen Bestellweg hinweisen?
In deinem Laden und auf deinen eigenen Kanälen (Flyer, QR-Codes, Website, Social Media) kannst du grundsätzlich auf deinen eigenen Bestellweg hinweisen – geltende Gesetze und bestehende vertragliche Pflichten sind dabei zu beachten. Was innerhalb einer Plattform zulässig ist, regeln deren Geschäftsbedingungen.
Transparenz-Hinweis
Alle genannten Plattform-Namen (z. B. Lieferando, Wolt, Uber Eats) sind Marken ihrer jeweiligen Inhaber. GastroMotor steht in keiner Geschäftsbeziehung zu diesen Anbietern. Dieser Beitrag ist ein redaktioneller Überblick – verbindliche Konditionen einzelner Plattformen erfährst du ausschließlich beim jeweiligen Anbieter.