Provisionsrechner: Was kostet dich die Lieferplattform wirklich?
Gib deine Zahlen ein – der Rechner zieht Schritt für Schritt ab, was wohin geht, zeigt dir in der Grafik, ab wann sich ein eigener Bestellweg lohnt, und gibt dir eine ehrliche Empfehlung. Auch wenn sie lautet: „Bleib erstmal bei der Plattform." Alles läuft in deinem Browser; nichts wird gespeichert oder übertragen.
Deine Zahlen
Alles, was Gäste über Lieferando & Co. bei dir bestellen – steht auf deiner Plattform-Abrechnung.
Was eine typische Bestellung bei dir kostet – im Zweifel: Umsatz eines Abends geteilt durch Anzahl Bestellungen.
Daraus ergibt sich: ≈ 9.750 € Plattform-Umsatz pro Monat
Theke, Telefon, eigene Website. Kannst du auf 0 lassen, wenn du nur die Plattform betrachten willst.
Der Prozentsatz, den die Plattform pro Bestellung einbehält – steht in deinem Vertrag bzw. auf der Abrechnung.
Was dich Zutaten und Verpackung kosten, als Anteil vom Umsatz. Beispiel: Ein 10-€-Gericht mit 3,50 € Waren- und Verpackungskosten = 35 %. Die 35 % sind ein Beispiel-Startwert – deine echte Zahl steht in deiner BWA oder Kalkulation.
Anpassbarer Beispielwert (kein Angebot): Eine betreute Bestellwebsite gibt es ab etwa dieser Größenordnung. Damit vergleicht der Rechner fair, ob sich ein eigener Bestellweg für dich überhaupt rechnet.
Miete, Personal, Strom & Co. fallen an, egal wie viel du verkaufst. Rechne sie ein, um dein echtes Monatsergebnis zu sehen.
Der häufigste Kalkulationsfehler: Der eigene Lohn fehlt. Trag ein, was du privat zum Leben brauchst – erst wenn danach noch etwas übrig ist, verdient dein Betrieb wirklich Geld.
Für Reparaturen, Nachzahlungen und schlechte Monate. Viele Berater empfehlen, hier konsequent etwas beiseitezulegen.
Deine Rechnung – Schritt für Schritt
*vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen. Rechne mit Netto-Beträgen (ohne MwSt).
Zwei Blickwinkel: Kostenvergleich und Gewinnschwelle
Grafik 1 (Kostenvergleich): Ab welchem Plattform-Umsatz kostet die Provision mehr als eine eigene Bestellwebsite? Dein Wareneinsatz spielt hier bewusst keine Rolle – er fällt auf beiden Wegen gleich an. Grafik 2 (Gewinnschwelle): Ab welchem Umsatz schreibt dein Betrieb schwarze Zahlen? Hier zählen Wareneinsatz, Provision und deine Fixkosten zusammen – das ist der echte Break-even.
Werte als Tabelle anzeigen
Liegt dein Break-even in Reichweite?
Wir sagen dir ehrlich, ob und ab wann sich ein eigener Bestellweg für dich rechnet –
und wenn es noch zu früh ist, sagen wir dir auch das.
So rechnet dieser Rechner
Keine Zauberei, sondern die einfachste Rechnung der Gastronomie – einmal in Worten:
Umsatz − Provision − Wareneinsatz & Verpackung = das, was für Miete, Personal und Gewinn übrig bleibt. (Betriebswirte nennen diesen Rest „Deckungsbeitrag" – gemeint ist genau das: der Topf, aus dem du alle festen Kosten bezahlst.) Rechnest du Fixkosten, deinen Lohn zum Leben und Rücklagen mit ein, zieht der Rechner auch diese ab – dann siehst du, was am Monatsende wirklich übrig bleibt. Die Provision fällt nur auf den Umsatz an, der über die Plattform läuft. Im Bestellungen-Modus rechnet der Rechner deinen Monatsumsatz hoch: Bestellungen pro Tag × Bestellwert × Tage.
Vollständiges Beispiel mit den Startwerten: 5.000 € Plattform-Umsatz, 14 % Provision, 35 % Wareneinsatz: 5.000 € − 700 € Provision − 1.750 € Waren & Verpackung = 2.550 € übrig für Miete, Personal und Gewinn. Die Provision kostet 8.400 € pro Jahr – eine eigene Bestellwebsite zum Vergleichswert von 100 €/Monat käme auf 1.200 € pro Jahr.
Was der Rechner mitrechnet
Die prozentuale Vermittlungsprovision der Plattform, deine Waren- und Verpackungskosten, optional Fixkosten, Unternehmerlohn und Rücklagen – und zum Vergleich die festen Monatskosten eines eigenen Bestellwegs (anpassbarer Beispielwert).
Was er bewusst nicht mitrechnet
Je nach Plattform-Modell kommen weitere Posten dazu, die hier fehlen: Zahlungsgebühren (fürs Abwickeln der Online-Zahlung – fallen übrigens auch beim eigenen Bestellweg an), Liefergebühren (wenn Fahrer der Plattform liefern), Werbekosten (bezahlte Platzierungen in der Plattform) sowie Steuern und Abschreibungen. Deine echte Belastung kann also abweichen – die genauen Posten zeigt deine Abrechnung.
Vertiefung: Das Rechenbeispiel
Warum ein „kleiner" Prozentsatz fast den ganzen Gewinn kosten kann – Schritt für Schritt erklärt, mit Grafik. Zum Beitrag: Provision bei Lieferplattformen
Die Alternativen im Überblick
Andere Plattform, eigene Bestellwebsite oder beides parallel? Zum Beitrag: Lieferando-Alternative
Hinweis
Dieser Rechner liefert eine unverbindliche, vereinfachte Beispielrechnung auf Basis deiner Eingaben und ersetzt keine betriebswirtschaftliche, steuerliche oder rechtliche Beratung – für eine Gründungs- oder Businessplan-Kalkulation gehören Steuerberater oder Gründungsberatung dazu. Der Vergleichswert für eine eigene Bestellwebsite (voreingestellt 100 €/Monat) ist ein anpassbarer Beispielwert und kein Angebot; konkrete Preise nennen wir dir auf Anfrage. Verbindliche Provisionssätze nennt nur der jeweilige Plattform-Anbieter. Alle Berechnungen erfolgen lokal in deinem Browser; es werden keine Daten gespeichert oder übertragen. Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: Juli 2026 · Ein kostenloses Tool von GastroMotor (Prosmartec GmbH).